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Weiterbildung Case Manager/in (DGCC)

Die Liste der anerkannten Weiterbildungsinstitute finden Sie unter: http://www.dgcc.de/cm-ausbildung/anerkannte-institute-0/
Eine aktuelle Liste der zertifizierten Weiterbildungen finden Sie unter http://www.dgcc.de/cm-ausbildung/angebote-ausbildungsinstitute/
Neuer Zertifikatskurs ab 01.09.2017

(konkrete Anfragen bitte an: www.ifw-anmeldung.de )

Case Managerin bzw. Case Manager im Sozial- und Gesundheitswesen

Berufsbegleitende zertifizierte Weiterbildung mit Präsenzphasen und online-basierten Elementen

Veranstalter: Katholische Hochschule Mainz und Hochschule Koblenz

 Case Management ist ein klar strukturiertes Methodenkonzept für Menschen mit Mehrfachproblemlagen und verfolgt das Ziel, Ressourcen der Klient/-innen und der Umwelt zu aktivieren und zur Problembewältigung nutzbar zu machen.

Case Management Qualifikationen sind im Sozial- und Gesundheitswesen wichtiger und unverzichtbarer Bestandteil geworden. Eingesetzt werden Case Manager/-innen u.a. in Beratungseinrichtungen, in der Beschäftigungsförderung, in der Drogen- und Suchthilfe, in Krankenhäusern oder in der Jugendhilfe. In der klinischen Sozialarbeit koordinieren Case Manager/-innen Behandlungsprozesse und erschließen gesundheitsfördernde Ressourcen.

Die Weiterbildung gliedert sich gemäß den Weiterbildungsstandards der Deutschen Gesellschaft für Care und Case Management (DGCC) in die Vermittlung von Grundlagen sowie von Rahmenbedingungen und handlungsspezifischen Inhalten.

Zunächst lernen die Teilnehmenden das arbeitsfeldübergreifende grundlegende Methodenkonzept Case Management kennen. In einem weiteren Schritt werden arbeitsfeldspezifische Ausprägungen unterschiedlicher Case Management Modelle (wie z.B. das beschäftigungsorientierte Fallmanagement, Case Management in der Jugendhilfe oder Klinisches Case Management) besprochen. Je nach Arbeitsfeld und Praxiserfahrung der Teilnehmenden werden dabei unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt. Das allgemeine Konzept Case Management wird auf die spezifische Praxis hin reflektiert und es werden unterschiedliche konzeptionelle und methodische Arbeitsweisen erprobt.

Zielgruppe: Fach- und Führungskräfte in Einrichtungen des Sozial- und Gesundheitswesens in der Regel mit Fach-/Hochschulabschluss, insbesondere aus

  • den sozialen Diensten (Jugendhilfe, Altenhilfe, Beratung etc.)
  • der gesundheitlichen, beruflichen und sozialen Rehabilitation/Integration (Arbeitsmarktintegration, Betreuung, Migration etc.)
  • den Einrichtungen des Gesundheitssystems (Krankenhäuser, Krankenkassen, Pflegeeinrichtungen und –dienste, andere Gesundheitsdienste)

Zulassungsvoraussetzung: Humanwissenschaftliches Fach-/Hochschulstudium und mindestens einjährige Berufserfahrung oder Berufsausbildung an einer Fachschule für Sozial- und Gesundheitsberufe und mindestens dreijährige Berufserfahrung (hierfür gelten besondere Voraussetzungen, die erfragt werden können). Eine Zulassung weiterer Berufsgruppen ist im Rahmen der Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Care und Case Management (DGCC) möglich.

Zertifizierung: Die Weiterbildung ist nach den Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Care und Case Management (DGCC) zertifiziert.

Struktur: Die Weiterbildung besteht aus vier Basis- und drei Aufbaumodule mit jeweils zwei Seminartagen. Ergänzend zu den Präsenzveranstaltungen steht ein angeleitetes Online- Angebot zum Selbststudium zur Verfügung. Die auf der Lernplattform eingestellten Dokumente und Arbeitsaufgaben werden in speziell dazu eingerichteten Online-Foren diskutiert und bearbeitet. Teils bauen die Online-Elemente auf die Präsensphasen auf, teils fließen die Inhalte der Forendiskussion wieder in die Präsenzlehre ein, so dass eine enge Verzahnung zwischen Online- und Präsenzunterricht besteht.

Ergänzend finden jeweils zwischen den Seminarabschnitten sechs selbstorganisierte Regionalgruppentreffen statt. In die Abschnitte 5-7 integriert sind drei Tage Supervision der eigenen Case-Management-Praxis.

Die gesamte Weiterbildung umfasst 216 Unterrichtsstunden.

 

Seminarinhalte und Termine:

Die Basismodule (Abschnitte 1 – 4 in der Hochschule Koblenz) dienen der Einführung in die theoretischen Grundlagen und die praktische Umsetzung des Handlungsansatzes Case Management.

Abschnitt 1:

Einführung

2 Tage

  • Geschichte und Modelle des Case Managements
  • Phasen und Methoden des Case Managements
  • Anwendungsbeispiele in der Praxis
  • Anforderungsprofil und Rollenklärung des Case Managers/der Case Managerin
  • Gesetzliche Grundlagen
  • Ethische Aspekte

Angeleitetes Online-Angebot zum Selbststudium

Abschnitt 2:

Fallsteuerung

2 Tage

  • Case Management als Fallmanagement
  • Problem- und ressourcenorientierte Anwendung des Phasenmodells
  • Schwierige Situationen im Case Management
  • Motivation, Mitwirkungsbereitschaft und Widerstand
  • Fallsteuerung und Leistungssteigerung

Angeleitetes Online-Angebot zum Selbststudium

Abschnitt 3:

Case Management als Netzwerkmanagement

2 Tage

  • Analyse, Etablierung und Handhabung von Netzwerken
  • Koordination und Steuerung von Hilfen mit anderen Einrichtungen
  • Techniken der Verhandlungsführung/Moderation
  • Grundzüge des Care Managements

Angeleitetes Online-Angebot zum Selbststudium

Abschnitt 4:

Abschluss von CM-Prozessen

2 Tage

  • Dokumentation und Fallakte
  • Evaluation auf Fall-, Organisations- und Systemebene
  • Evaluationsverfahren

Angeleitetes Online-Angebot zum Selbststudium

In den Aufbaumodulen (Abschnitte 5-7 im Tagungszentrum Erbacher Hof in Mainz) werden vertiefende Kenntnisse vor allem in Bezug auf einzelne Zielgruppen und Arbeitsfelder vermittelt.

Abschnitt 5:

Institutionelle Rahmenbedingungen

2 Tage

  • Fachspezifische Kenntnisse der jeweiligen Arbeitsfelder
  • Implementierung auf der Ebene der Organisation
  • Case Management und Qualitätsmanagement
  • plus Supervision (8 Stunden)

Angeleitetes Online-Angebot zum Selbststudium

Abschnitt 6:

Case Management mit verschiedenen Zielgruppen

2 Tage

  • Screeningverfahren/Fallgruppenarbeit
  • Zielgruppenspezifische Modelle bei komplexen Problemlagen
  • Case Management unter transkulturellen- und Inklusionsaspekten
  • plus Supervision (8 Stunden)

Angeleitetes Online-Angebot zum Selbststudium

Abschnitt 7:

Transfer

2 Tage

  • Case Management in anderen Handlungsfeldern
  • Aktuelle Herausforderungen und Trends
  • Internationale Entwicklungen
  • Präsentation der Abschlussarbeiten
  • Supervision (8 Stunden)

Angeleitetes Online-Angebot zum Selbststudium

Arbeitsformen: Theorieinputs, erfahrungsbezogene Lerneinheiten anhand exemplarischer Fälle, Einzel- und Gruppenarbeit, Selbststudium auf einer Internetplattform

Kursbegleitung:   Petra Wünker, Referentin ifw, KH Mainz; Sebastian Moos, Referent IFW, HS Koblenz

Ausbildungsleitung:   Prof. Dr. Peter Löcherbach, Professor für Sozialarbeitswissenschaft, Case Management Ausbilder (DGCC), KH Mainz

Prof.in Ruth Remmel-Faßbender, Professorin für Interventionslehre, Supervisorin (DGSv), Case Management Ausbilderin (DGCC), KH Mainz

Prof. Dr. Martin Schmid, Professor für sozialwissenschaftliche Grundlagen der Sozialen Arbeit, Case Management Ausbilder (DGCC), HS Koblenz

Weitere Referent/-innen: Prof. Dr. Rainer Ningel, Professor für Interventionslehre in der Sozialen Arbeit, Case Management Ausbilder (DGCC), HS Koblenz

Prof. Dr. Robert Frietsch, Professor für Theorie und Methoden in der Sozialen Arbeit, Case Management Ausbilder (DGCC), HS Koblenz

Zu den einzelnen Kursabschnitten werden weitere Referent/-innen und Expert/-innen aus den Arbeitsfeldern der Sozialen Arbeit und des Gesundheitswesens hinzugezogen.

Zertifikat:

Die Teilnahme an allen Modulen und die Anfertigung einer Abschlussarbeit führt zur Vergabe des Zertifikates „Case Managerin bzw. Case Manager (DGCC)“.

ECTS:                                    

Für diese Veranstaltung werden 14 Leistungspunkte nach dem European Credit Transfer System (ECTS) vergeben.

Tagungsorte:                        

Basismodule (Abschnitte 1-4):  Hochschule Koblenz, Konrad-Zuse-Straße 1, 56075 Koblenz

Aufbaumodule (Abschnitte 5-7): Tagungszentrum Erbacher Hof, Grebenstr. 24-26, 55116 Mainz

Seminargebühr:                         

Basismodule: 1580,00 € Aufbaumodule: 1200,00 €

Übernachtung/ Verpflegung:                    

Während der Präsenztage in Koblenz können Speisen und Getränke in der Mensa der Hochschule erworben werden.

Eine Liste mit Übernachtungsmöglichkeiten in Koblenz wird zur Verfügung gestellt.

Während der Präsenztage in Mainz besteht die Möglichkeit, die Mahlzeiten im Erbacher Hof einzunehmen.

Für alle Teilnehmenden fällt eine obligatorische Tagungspauschale (Gebäck, Getränke) von 9,00 € pro Tag an.

Für Übernachtungsgäste hat die Katholische Hochschule Mainz ein Kontingent an Zimmern im Erbacher Hof bzw. im benachbarten Tagungshaus Maria Frieden reserviert.

Zudem kann eine Hotelliste bereitgestellt werden.

 

Anmeldeverfahren:                   

Bitte melden Sie sich für die Basismodule hier an:

Hochschule Koblenz, Institut für Forschung und Weiterbildung (IFW) Online-Anmeldung: www.ifw-anmeldung.de

Bitte melden Sie sich für die Aufbaumodule hier an: Katholische Hochschule Mainz, Institut für Fort- und Weiterbildung (ifw) E-Mail: ifw@kh-mz.de

Online-Anmeldung: www.kh-mz.de/ifw

Nach Eingang Ihrer Anmeldung erhalten Sie eine Checkliste, mit der Sie Ihre Zugangsvoraussetzungen überprüfen und darstellen können. Die Auswahl der Teilnehmenden erfolgt unter Berücksichtigung von Eingangsdatum, Handlungsfeld und Vorliegen der Zulassungsvoraussetzungen.

Verbindliche Zusagen sprechen wir unter Zusendung eines Weiterbildungsvertrages nach Abschluss des Bewerbungsverfahrens spätestens zum Anmeldeschluss aus.